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Unser junges Bundesligateam kämpf sich in die Play Offs 2021

Blau Weiß Frauen wieder unter den besten vier deutschen Teams

Anfang April hatte der DSV beschlossen, die Bundesligasaison der Frauen unter strengsten Hygienebestimmungen Ende April zu starten.

In zwei Leistungsgruppen A und B sollte es am 17./18.04., mit der Gruppe A losgehen.

Die Gruppe B sollte eine Woche später beginnen.

Gruppe A: Spandau Berlin 04, Bayer Uerdingen 08, Blau Weiß Bochum 1896 und WaSpo Hannover

Gruppe B: Nikar Heidelberg, ETV Hamburg und SC Chemnitz

 

 

Genau am ersten Spielwochenende wären allerding vier Leistungsträgerinnen, aufgrund von Klausuren an der Uni und dem anstehenden Abitur nicht einsatzfähig gewesen.

Daher entschied das Team um den Trainerstab von Frank Lerner, dass man freiwillig in der B Gruppe starten wolle.

Hier musste man allerdings in der Endabrechnung Gruppenerster werden, um dann in die Gruppe A zu rutschen und die diesjährigen Play Offs zu spielen.

 

Kein einfacher Gang, weil nach 13 Monaten ohne Spiel alles eine große Überraschungstüte für die Teams darstellte.

Also ging es nach einem aufwendigen PCR Test zwei Tage vor dem ersten Turnier in Richtung Heidelberg, dem Ausrichter des ersten Turniers.

 

An dieser Stelle bedanken wir uns herzlichst bei der Individual Web School und ihrer Leiterin, Sarah Lichtenberger, die die Gesamtkosten aller nötigen Covid 19 Testungen übernommen hat.

 

Auch in Heidelberg ging es erst einmal nur um zusätzliche Testungen – hier Schnelltests, bevor das Team die Halle betreten durfte.

Alle negativ! Es konnte losgehen.

 

Erster Gegner war der ETV Hamburg. Ehemaliger Angstgegner unserer Mädchen.

Die Mädels starteten stark und führten schnell mit 2:0. Danach allerdings klappte es nicht mehr mit den Abschlüssen vor dem gegnerischen Tor und statt 6:0, nach weiteren 4 hochkarätigen Chancen, stand es plötzlich 2:4.

Nervosität schlich sich ein und trotz einem Verhältnis von 15:5 Hinausstellungen für unser Team, verloren wir das erste Spiel mit 12:14.

 

Am Abend wurde das Spiel durch unsere Trainer Frank Lerner und Co-Trainer Raul Diakon anhand des mitgeschnittenen Videos, genauestens analysiert.

„Eigentlich war es gar nicht so schlecht,“ so ein entspannter Trainer Frank Lerner.

„Wir wissen, was die Mädchen können. Ich habe die wichtigen Dinge angesprochen und ansonsten viele Einzelgespräche geführt.“

 

Das sollte der Schlüssel zum Erfolg sein. Am nächsten Morgen ging es gegen eine starke Chemnitzer Mannschaft, die am Tag zuvor Heidelberg hoch geschlagen hatte.

Die Mädchen legten los wie die Feuerwehr, als hätte es die Niederlage am Abend zuvor nicht gegeben.

Alles lief wie am Schnürchen, jetzt klappten die Abschlüsse gleich reihenweise und am Ende stand es 21:11 gegen völlig überforderte Chemnitzerinnen.

 

Durchschnaufen. Am späten Nachmittag dann das letzte Spiel gegen Heidelberg.

Auch hier konnten unsere Blau Weißen an den Morgen anknüpfen und waren dem Gastgeber in allen Belangen überlegen.

Mit einer geschlossenen Teamleistung gab es einen 15:5 Erfolg.

Glücklich ging es am Sonntagabend zurück nach Bochum.

 

Gleich Montag wieder Training – Erholungstraining, gepaart wieder mit Gesprächen.

Noch war nichts gewonnen, das kommende Wochenende würde erst die Entscheidung bringen,

da Hamburg, Chemnitz und Bochum jeweils ein Spiel verloren hatten und damit punktgleich waren.

Nochmal wurde am Dienstag eine vertiefte Videoanalyse des Spiels gegen Hamburg durchgeführt.

 

Dann die Nachricht, dass Heidelberg sein Team zurückgezogen hätte.

Ein in der Bundesliga nicht alltäglicher Vorgang, der zur Folge hatte, dass der Spielplan für das Wochenende angepasst wurde.

Unser junges Team musste jetzt Samstagvormittag um 11:30 h gegen den Gastgeber Hamburg ran, danach nur eine Pause von ca. einer Stunde und danach gegen frische Chemnitzerinnen, für die es das erste Spiel des Wochenendes wäre.

 

„Über unsere guten Kontakte zum OSP, habe ich mit dem Athletiktrainer der Nationalspielerinnen, Sven Feinbier gesprochen. Als ehemaliger Weltmeister im Bobfahren und Topleichtathlet konnte er mir gute Tipps hinsichtlich der Ernährung am Wochenende und gerade in der kurzen Pause geben,“, so unser Trainer.

 

Top motiviert ging es in die Partie gegen Hamburg. Die Hamburgerinnen wurden zu Beginn geradezu überrollt. Nach vier Minuten stand es 5:0 für unsere Mädchen.

Hochkonzentriert in der Abwehr um unsere Nationalspielerinnen „Toni“ Merkel und Torfrau Feli Guse, ließ das Team kaum einen Gegentreffer zu.

 

„Hamburg verlässt sich auf eine starke Pressdeckung – gerade darauf haben wir uns vorbereitet, so unser Trainer.

Der Wille der Mädchen und ihre harte Arbeit im physischen Bereich während der letzten Monate, zeigten jetzt ihre Wirkung.

Am Ende stand es 15:8 für Blau Weiß.

Jetzt hieß es die Kohlehydratspeicher mit Flüssigkeit wieder zu füllen und sich eine Stunde lang zu entspannen.

 

Letztes Spiel – Chemnitz.

Chemnitz war wesentlich besser auf uns eingestellt, aber natürlich auch völlig ausgeruht.

Trotzdem hieß es nach dem ersten Viertel 2:0 für uns.

Wieder glänzte unsere Abwehr ein ums andere Mal. Im Angriff taten wir uns schwerer.

Aber mit müden Beinen war das nur allzu verständlich.

Dank unserer starken Physis konnten die Chemnitzerinnen aber nie an uns herankommen, immer wieder antworteten wir mit Gegentoren.

Nach dem Abpfiff stand es 10:7 für Blau Weiß – geschafft!

 

Qualifiziert für das Halbfinale der Deutschen Meisterschaften.

Frank Lerner:“ Dafür haben die Mädchen in den letzten 13 Monaten hart gearbeitet und sich jetzt belohnt. Die Frauen des SV Blau Weiß Bochum sind jetzt endlich, nach Jahren wieder unter den besten vier Teams in Deutschland. Da wollen wir auch in Zukunft bleiben!“

 

Wahrscheinlich geht es jetzt gegen den deutschen Meister Spandau 04 am 22.05. weiter.

Wir werden berichten.

 

Team: Felicitas Guse, Antonia Merkel, Jana Stüwe, Josy Wolff, Kim Büchter, Yara Bonett, Carla Camps, Marleen Zimmermann, Vivian Hohenstein, Laura Kochannek, Isabel Hause, Finja Clausmeyere, Kira Dietrich, Emma Seitz, Alina Liska, Trainer : Frank Lerner, Co-Trainer: Raul Diakon