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Ein unvergessliches erstes Trainingslager @Home

Während andere das lange Wochenende rund um den 1. Mai für den traditionellen Tanz in den Mai oder einen gemütlichen Kurzurlaub nutzten, hieß es für die Triathlonabteilung des SV Blau-Weiß Bochum: Sport, Schweiß und Gemeinschaft! Über 50 Athletinnen und Athleten folgten dem Ruf zum ersten Trainingslager „@Home“ und bewiesen, dass man für ein hochklassiges Multisport-Wochenende nicht weit reisen muss. Die Region und das heimische Vereinsgelände boten die perfekte Kulisse für ein sportliches Spektakel.

05.05.2026



Tag 1: Auftakt mit Freiwasser-Simulation

Das Trainingslager startete am Donnerstagabend bei bestem Wetter direkt im vereinseigenen Freibad. Zwar machten die sommerlichen Wassertemperaturen den Einsatz des Neoprenanzugs rein klimatisch nicht erforderlich, doch um das Gefühl für den „Neo“ zu testen, warf sich die Gruppe trotzdem in die zweite Haut. In dem zuvor geleerten Schwimmbecken wurden Bojen verteilt, um einen anspruchsvollen Parcours zu simulieren. Hier wurde unter echten Wettkampfbedingungen geprobt: Massenstarts, das Schwimmen im Wasserschatten und anspruchsvolles Dauerschwimmen ohne den rettenden Abstoß an der Beckenwand.

Tag 2: Technischer Feinschliff und die Königsdisziplin

Am Freitagmorgen ging es zurück ins Wasser, wo in fokussierten Technik-Einheiten an der Effizienz der Wasserlage gearbeitet wurde. Doch die Ruhe währte nicht lang: Kurz darauf machte sich die Gruppe auf den Weg nach Haltern zur zentralen Bricksession. Hierbei geht es um den gnadenlosen Wechsel zwischen Radfahren und Laufen. Schnell fanden sich kleinere Teams die die 14 Kilometer auf dem Rad gemeinsam absolvierten, gefolgt von einem rasanten 1-Kilometer-Lauf. Durch mehrfache Wiederholungen dieses Intervalls und kleine interne Wettkämpfe wurde das gefürchtete „Wackelpudding-Bein-Gefühl“ bekämpft und der Körper optimal an den Wechsel gewöhnt.

Tag 3: Von flachen Runden bis zu echten Höhenmetern

Das Wochenende forderte den Athleten alles ab. Der Samstagmorgen begann mit einer gemeinsamen Laufeinheit um den flachen Kemnader See. Aufgeteilt in drei verschiedene Leistungsgruppen liefen die Athletinnen und Athleten in ihrer jeweils optimalen „Long Run“ Pace. Am Nachmittag schwang sich die gesamte Gruppe auf die Räder. Nach den ersten gemeinsamen 20 Kilometern teilte sich das Feld auf: Während die eine Gruppe die 50-Kilometer-Runde wählte, nahm die zweite Gruppe die anspruchsvollere 80-Kilometer-Distanz in Angriff. Beide Strecken geizten nicht mit Höhenmetern und forderten starke Beine.

Tag 4: Der Sonntag – Die 100-Kilometer-Marke fällt!

Das große Finale folgte am Sonntag: die lange Radausfahrt. Alle Teilnehmenden knackten an diesem Tag die magische 100-Kilometer-Marke und gingen weit über sich hinaus. Diejenigen mit der längsten Distanz rollten flach in Richtung Niederlande und zurück. Die andere Trainingsgruppe suchte die Herausforderung in der Höhe: Sie kämpfte sich über mindestens 1.300 Höhenmeter bis zur Ennepetalsperre und zurück.

Mehr als nur Kilometer: Gemeinschaft und Ausklang

Nach den kräftezehrenden Einheiten kam jedoch auch der soziale Aspekt nicht zu kurz. Ob beim gemeinsamen Essen, beim Fachsimpeln über die perfekte Wattzahl oder die richtige Taktik – der Zusammenhalt stand im Mittelpunkt. Den krönenden Abschluss des Trainingslagers bildete schließlich eine entspannte Runde „Ausplanschen“, bei der sich die Triathleten kurzerhand im Wasserball versuchten und gemeinsam lachten.


Ein besonderer Dank gilt dem Organisationsteam um Lars, Nicole und Jonathan sowie allen weiteren Helfern, die dieses Mammutprojekt mit viel Herzblut und Flexibilität möglich gemacht haben.

Die Bilanz des Wochenendes fällt einstimmig aus: Die Kombination aus hervorragender Infrastruktur vor der Haustür, perfekter Organisation und dem unbändigen Teamgeist machte das erste Trainingslager @Home zu einem vollen Erfolg. Sicher ist für alle Beteiligten: Das war das erste, aber garantiert nicht das letzte Trainingslager @Home des SV Blau-Weiß Bochum!